Das laufbandgestützte zebris Rehawalk® System ist für die Analyse und Behandlung von Gangstörungen in der neurologischen, orthopädischen und geriatrischen Rehabilitation konzipiert. Das Training ist unter Gewichtsentlastung möglich und eignet sich somit auch für Patienten mit erheblichen Funktionseinschränkungen in einer frühen Trainingsphase. Die technischen Möglichkeiten von Rehawalk® bieten dabei eine komplette Adaption an die Bedürfnisse des Patienten: vom Rollstuhl- bis zum eingeschränkt mobilen und lauffähigen Patienten, lassen sich die Komponenten auf jeden Anwendungsfall therapeutenorientiert abstimmen. Rehawalk® positioniert sich damit zwischen der roboterunterstützten Lokomotion und der konventionellen Gangtherapie. 

Die Vorteile des Rehawalk® Konzeptes auf einen Blick:

  • Unterstützt Therapeuten, Ärzte, Trainer und Orthopädietechniker in der Ganganalyse und -therapie
  • Mögliche Anwendungsgebiete: Rehabilitation nach Schlaganfall, bei Parkinson, Rückenmarkssyndrom, Arthrose, Hüft- und Kniegelenks-Endoprothesen, Exoprothesen, Bänderriss, Knochenfraktur, muskulären Verletzungen
  • Trainiert Kognition, Koordination, posturale Kontrolle und Sensomotorik für höhere Sturzprävention und das alltägliche Leben
  • Automatisierung des Ganges durch hohe Anzahl an Schrittwiederholungen
  • Möglichkeit der Gangunterstützung und -korrektur durch den Therapeuten
  • Gezielte Trainingssteuerung und -kontrolle durch intuitiv bedienbare Software Suite FDM
  • Ganganalyse durch zeitsynchrone Videoaufnahme und Druckverteilungsmessung
  • Gangtraining durch visuelle und akustische Schrittvorgabe sowie virtuelles Feedback
  • Dual-Task-Training in virtueller Umgebung mit koordinativen und kognitiven Aufgaben
  • Gewichtsentlastung durch optionale Armstützen und Gewichtsentlastungssystem
  • Absicherung des Patienten während des Trainings mithilfe eines Sturzbügels

Nach einer initialen Ganganalyse zur Ermittlung des Ist-Zustandes, ist das Kernelement von Rehawalk® das Gangtraining mittels der dynamischen visuellen Schrittvorgabe. Durch sie erlernt der Patient unter Anleitung des Therapeuten das bewusste Gehen. Dabei wird ihm das ideale Gangmuster mithilfe einer Projektion auf das Laufband vorgegeben und der Patient bringt seine Füße mit den projizierten Flächen in Übereinstimmung. Im Erfolgsreport wird die Einhaltung der Zielvorgaben dokumentiert. Der Therapeut kann die Vorgaben jederzeit dem Leistungsvermögen des Patienten erneut anpassen. Zur optimalen Verlaufskontrolle des Trainings lassen sich zwei Ganganalysen - vor und nach einem Trainingszyklus - vergleichen.

Die hohe Anzahl an Schrittwiederholungen beim Training auf dem Laufband unterstützt die Automatisierung des Gehens und kann sich auch positiv auf Kognition und Koordination auswirken. Das Gangtraining mittels visueller Schrittvorgabe kann schon in einer frühen Trainingsphase der Therapie durchgeführt werden, um das Gangmuster zu symmetrisieren und rhythmisieren sowie die Schrittlänge zu erhöhen.

Auf Steinen und Holzstegen balancieren oder herabstürzenden Felsen ausweichen - den Parcours durch den virtuellen Wald in der Allgäuer Landschaft absolvieren Patienten unter Beobachtung ihrer eigenen Fußabdrücke auf dem Laufband. Das Training auf dem virtuellen Waldweg erfordert, dass der Patient seine Schritte ständig variiert - eben so wie es auch beim Gehen im Alltag wäre. Das trainiert die posturale Kontrolle sowie die Koordination. Durch Wegkreuzungen ergeben sich immer neue Trainingssituationen. Verschiedene Module sorgen dafür, dass das Training individuell an den Patienten angepasst werden kann.

Beim Dual-Task-Training werden motorische und kognitive Fähigkeiten gleichzeitig gefordert. Der Patient löst während des Gehens einfache Wahrnehmungs-, Merk- und Rechenaufgaben. Dadurch werden Aufmerksamkeitsleistungen trainiert und der Automatisierungsgrad des Gehens gefördert. Mit zunehmender Trainingsdauer kann der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben erhöht und Gehhindernisse hinzugefügt werden.

Optimale Integration in die bestehende Therapieumgebung

Kliniken, Praxen und Einrichtungen profitieren vom modularen Aufbau des Rehawalk® Konzepts. Je nach Anforderung und Bedürfnis lassen sich aus verschiedenen Technologien die für den jeweiligen Anwendungsfall optimale Konfiguration zusammenstellen. Eine besondere Stärke ist auch die einfache Nachrüstbarkeit, um bestimmte, bestehende Laufbandsysteme fit für die Zukunft zu machen. Basis des Konzepts bilden dabei die bewährten h/p/cosmos Laufbandsysteme.

Download Rehawalk® - Broschüre