Das Verfahren basiert auf der kinematischen Analyse der
dreidimensionalen Ortkoordinaten von Markierungspunkten, die an
interessierenden Körperstellen (z.B. Handgelenk, Ellbogen) angebracht
sind.
Einsatzgebiete sind insbesondere die Analyse zerebraler
Bewegungsstörungen bei Patienten mit Paresen, Störungen der
Somatsensibilität oder ataktischen Störungen.
Das Analyseverfahren beruht auf der Berechnung und der graphischen Darstellung kinematischer Parameter (Geschwindigkeiten,
Beschleunigungen), deren detaillierte Analyse bei einfacher visueller
Beobachtung der Bewegungsabläufe nicht möglich ist. Dies ermöglicht
eine differenzierte Abgrenzung von gestörten und ungestörten
Bewegungsleistungen.
Das Auswerteprogramm basiert auf Konzepten
von Wissenschaftlern der Neurologischen Klinik München Großhadern* und
der Entwicklungsgruppe Klinische Neuropsychologie des Städt.
Krankenhauses München-Bogenhausen**.
Mit dem System ist die
standardisierte Untersuchung manueller Leistungen wie Ziel-, Greif-
oder Wechselbewegungen (Tapping) möglich.
Durch eine Vielzahl
graphischer und statistischer Hilfsmittel können darüber hinaus
patientenspezifische Störungsmuster analysiert werden, die nicht Teil
einer Standarduntersuchung sind.
*Prof. Dr. N. Mai, **Dr. J. Hermsdörfer, Dipl. Ing. C. Marquardt